In Regensburg ist die KSJ immer noch relativ neu wieder etabliert und hat noch nicht sehr viele Mitglieder und feste Leiter*innen. Im Oktober 2021 fand deshalb die zweite Jugendleiterausbildung des Jahres statt, um dem entgegen zu wirken. Neue und engagierte Leiter sind für eine Jugendgruppe gerade in der Neuanfangsphase essentiell. Die Aktion wurde deshalb schon sehr lange geplant. Bereits im Sommer wurden wir von einem Lehrer der Domspatzen angefragt, uns bei einem P-Seminar der Oberstufe mit dem Thema      „Jugendleiterausbildung und soziales Engagement“ mit einzubringen. Für uns als DL war das natürlich eine großartige Gelegenheit bei den Domspatzen noch mehr Fuß zu fassen und neue Leiter für unsere Stadtgruppe auszubilden. Deswegen sagten wir bald zu und wählten als Austragungsort  des Seminares die gewohnten Lokalitäten der Stadtgruppe Regensburg, den Pfarrsaal im Pfarrheim von St. Cäcilia. Dadurch konnten wir gewährleisten, dass mehr KSJ-Geist aufkommt und man als Teilnehmer nicht sofort die Assoziation mit der Schule und einer langweiligen Verpflichtung herstellt. Zum selben Zweck fragten wir auch noch mehr Leiter auch aus Amberg an, um zusätzlich zu den Regensburger Leitern und den Diözesanleitungen noch zu zeigen, welch große und gut vernetzte Gemeinschaft die KSJ ist. Wir konnten die Leiter Stefanie Hollweck, Katharina Wenkmann, Larissa Böller, Emili Hoidem sowie Ludwig & Vinzent Königseder aus Amberg für die Jugendleiterausbildung gewinnen, bei denen wir uns an dieser Stelle noch einmal herzlich für die Mitarbeit bedanken! Die Jugendleiterausbildung fand schließlich im Rahmen eines P-Seminars der Schule statt und so holten wir die insgesamt acht Teilnehmer am ersten Oktoberwochenende direkt am Freitagnachmittag von der Schule ab und gingen mit ihnen zu St. Cäcilia. Es stellte sich heraus, dass von den acht Jungs nur einer die Ausbildung wirklich im Rahmen des P-Seminars machte und alle anderen nur zusätzlich angeworben worden waren, was jedoch den Sinn und Zweck ein Jugendleiter zu werden nicht trübte. Zuerst stellten wir uns als DL Runde zusammen mit unserer Bildungsreferentin und zusätzlichen Leitern vor und machten eine kleine Kennenlernspielrunde. Schnell bemerkten wir, dass sich die Jungen schon alle untereinander sehr gut kannten und dass dementsprechend eine sehr freundschaftliche und gute Atmosphäre herrschte. Am Freitagabend machten wir zusätzlich die Einheit Rechtliches, die anhand eines kurzen Brainstormings und dann eines Vortrags zum Thema Rechte und Pflichten eines Leiters und rechtliche Richtlinien der Jugendarbeit abgehalten wurde. Danach wurde die doch sehr textlastige Einheit anhand eines Rechts-Memories abgerundet und wieder etwas anschaulicher und spielerischer gestaltet. Außerdem stellten wir die KSJ kurz vor anhand eines selbstgeschnittenen Films, der aus Bildern und Videos von KSJ Aktionen des vergangenen Jahres bestand. Als letzten Tagesordnungspunkt am ersten Schulungstag gab es einen geistlichen Impuls der sich um das Thema Gottvertrauen drehte. Am Samstag hatten wir beschlossen, nach der ganzen Theorie am Abend zuvor die JULA wieder etwas aufzulockern, deshalb gingen wir in die Regensburger Boulderhalle und verbrachten dort den Vormittag mit der Gruppe beim Klettern. Danach ging es zurück, um pünktlich zur Mittagessenszeit wieder beim Internat der Domspatzen zu sein. Nach der Mittags-Pause ging es wieder mit einem etwas ernsteren, aber uns sehr wichtigem Thema weiter, nämlich die Einheit zur Prävention von sexualisierter Gewalt. Danach kam die Einheit „der perfekte Gruppenleiter“ dran, die von einer unserer Amberger Leiterinnen übernommen wurde. Da es an diesem Wochenende sehr schönes Wetter war, hielten wir diese Einheit draußen im Garten des Pfarrheims. Die nächste Einheit war eine sehr materialtechnisch aufwändige Einheit, nämlich die Einheit „wir als Team“ bei dem die Teilnehmer und Leiter in kleinen Gruppen jeweils ein Exitgame lösen mussten und dabei noch versuchen mussten die schnellsten zu sein. Nach dieser Einheit brauchte jeder erst einmal eine kleine Pause, also machten wir Musik an und widmeten uns einer entspannenderen Tätigkeit… Kochen. Jeder bekam eine Aufgabe und so war im Nu das ganze Gemüse klein gemacht, die Spagetti gekocht und die Soße fertig. Während in der Küche eifrig gewerkelt wurde, deckten die Leiter der Stadtgruppe Regensburg den Tisch im Pfarrsaal und dekorierten diesen auch noch wunderschön. Das gemeinsame Essen des zuvor eigens gekochten Gerichts (Spagetti Bolognese in der veganen KSJ Version) überzeugte geschmacklich sogar den ein oder anderen Fleischliebhaber. Nach dem Essen wurde gemeinsam abgeräumt und da nun die Stimmung bereits sehr aufgelockert war, beschlossen wir die theoretische Einheit für den Abend wegzulassen und uns dafür einen gemütlichen Abend bei einem Bier oder zwei und einigen Spielen zu machen. Gerade hier wuchsen die schon bestehenden Leiter, die DL und die JULA Teilnehmer erst richtig zu einer Gruppe zusammen und es kam richtig Spaß und ausgelassene Stimmung auf. Der Abend endete gut gelaunt und mit Motivation auf den nächsten und letzten Tag der Ausbildung. Der Sonntag stand ganz unter dem Motto des K, von KSJ. Die Domspatzen erarbeiteten mit uns die einzelnen Bestandteile einer Messe, was für die Gottesdienst-erfahrenen Domspatzen ein Leichtes war. Danach wurden gemeinsam Fürbitten für die Messe erarbeitet, die unser Diözesankaplan Helmut Brügel wie immer sehr schön und anschaulich für Jugendliche gestaltete. Da die Jungs der Domspatzen ja bekannt sind für ihr Gesangstalent, boten sie gleich zu Anfang eigenständig an, einige Lieder der Messe als Chorarrangement zu singen. Ein voller Erfolg, da sich die Teilnehmer hier bei etwas das ihnen Spaß macht, dem Singen, selbst in die KSJ einbringen konnten und den Gottesdienst aktiv mitgestalten durften. Als letzte Einheit wollten wir noch unbedingt die Einheit Feedback halten, da uns Rückmeldung und Verbesserungsvorschläge schon immer ganz wichtig waren. Wir bekamen viel positives Feedback der sieben Jungs, aber auch konstruktive Kritik, die wir gleich versuchen werden bei der nächsten JULA umzusetzen. Letztendlich sind nun zwei Leute der JULA Bestandteil der Leiterrunde geworden, was auf jeden Fall schon mal ein Gewinn ist. Die restlichen Teilnehmer begründeten ihr Fernbleiben der Gruppe vor allem mit Zeitmangel, was selbstverständlich auch nachzuvollziehen ist, wenn man den vollen Terminkalender der Domspatzen bedenkt. Die JULA im Herbst 2021 war trotzdem ein voller Erfolg, da sie die DL, die Stadtgruppe Regensburg und die Teilnehmer der Ausbildung definitiv sehr viel näher zusammen gebracht hat und die KSJ am Gymnasium der Domspatzen in positiver Weise vorgestellt hat.